Darf ich vorstellen, unser Testobjekt: Roeckl Kiwar. Er soll ein richtiger Allrounder und dank der OutDry Membranen-Technologie auch sehr taktil sein. Beste Voraussetzungen, auch beim Biken eine gute Figur zu machen.

 

Handschuhtest: Roeckl Kiwar

Spezielle Handschuhe gibt es für jedes Einsatzgebiet, richtig gute Allrounder sind da schon seltener. Deshalb haben wir uns den Roeckl Kiwar genauer angesehen und ihm einen Praxis-Test über mehrere kalt-feuchte Wochen in unterschiedlichen Sportarten unterzogen.

Der Kiwar ist ein mittel-dicker Winterhandschuh mit wasserdichter Membrane. Die Handinnenseite besteht aus Ziegenleder und der Rest, wie auch das Fleecefutter aus Synthetischen Materialien. Die Passform ist sportlich. Vorausgesetzt man wählt die richtige Größe, hat man ein gutes Gefühl, aber dazu später. Das Smartphone lässt sich problemlos bedienen und selbst eine Texteingabe ist möglich. Handinnenfläche und der Zwischenraum Daumen-Zeigefinger sind aus einem sehr robusten und griffigen Leder gefertigt, sodass auch Ski-Kannten keine Schnitte hinterlassen.

 

Ersteindruck

Der Roeckl Kiwar sitzt erst mal relativ stramm und bedarf ein paar Stunden Eingewöhnung. Der Lederanteil ist relativ hoch und das Material muss erst an den richtigen Stellen weich werden. Ab der 2. Stunde fing der Handschuh aber an, richtig Spaß zu machen. Bremsen mit einem Finger funktioniert danach genau so gut, wie die Bedienung von Tourenskischuh und Bindung. Die große Überraschung kam, als das Telefon erstmals klingelte. Laut Herstellerangaben soll mit ihm die Bedienung von Smartphones funktionieren. Dass es so gut geht, haben wir uns aber nicht erträumt. Immerhin ist der Kiwar ein Winterhandschuh mit Futter, Membrane,usw. Selbst den SMS-Test hat er bestanden!

 

 

Langzeiterfahrung

Es hat geschneit, es hat geregnet, es war bitterkalt und auch mal warm. Der Kiwar musste auf Skitour, zum E-Snowbiken und auch so bei Schmuddelwetter herhalten. Ein guter Februar für einen umfangreichen Test.

Nachdem die anfängliche Steife verflogen war, wurde der Handschuh super taktil und die Lederflächen boten guten Halt.

Beim Downhill bremsen mit einem Finger geht mit ihm problemlos und man hat genügend Gefühl für die richtige Dosierung. Auch auf Skitour ist die Bedienung von Schuh und Bindung sehr problemlos. Der Kiwar bietet ein recht gutes Temperatur-Komfortspektrum. Bergauf am Rad oder Skitour ist er aber erst ab dem Gefrierpunkt sinnvoll, runter schon bei leichten Plus-Graden. Regen oder Schnee beeinflussten das übrigens erstaunlich wenig. Hier greift offensichtlich die OutDry Membranentechnologie. Denn nicht wie meist üblich, wird hier kein Bootie verwendet, sondern die Membrane direkt auf der Innenseite des Obermaterials laminiert. Dadurch entsteht ein direktes Griffgefühl und es sind keine Zwischenräume, in denen sich Wasser ansammeln könnte. Kurz gesagt, er trägt sich richtig gut.

Die Sache mit der „Atmungsaktivität “ ist etwas heikler zu beantworten. Denn das wollen uns die Hersteller immer als besonders gut verkaufen. Gleich vorweg, es gibt keinen wasserdichten Handschuh, den man nicht nass schwitzen könnte! Wenn er zu warm ist, muss man ihn eben bevor man ihn vollschwitzt ausziehen und sollte es doch passiert sein, keinesfalls ausziehen. Anlassen bis man wieder unten ist und gut.

 

Abnutzungserscheinungen

Die hellgraue Handinnenseite wurde etwas dunkler – ist das etwa Dreck? Schwamm drüber. Er wurde eben verwendet! Ansonsten sieht er immer noch top aus.

 

Fazit zum Roeckl Kiwar

Breites Einsatzspektrum, ausgezeichneter Wetterschutz und absolut taktil. Der Roeckl Kiwar hat großes Potential um ein „Lieblingsteil“ zu werden und einige Saisonen Spaß zu machen.

 

Link zum Hersteller

 

 

 

 

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